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21'000 Fans verfolgen «Geisterspiel» von Slovan Bratislava



Slovan Bratislava hat ice faustdick hinter den Ohren. Das hat die Uefa am eigenen Leibe erfahren. Die Fehde zwischen den beiden Parteien erinnert and einen klassischen Mutter-Sohn-Disput. Ende August machen die Bratislava-Fans im Europa-League-Spiel gegen PAOK Thessaloniki mit rassistischen Gesängen auf sich aufmerksam. Für die Uefa ist klar: «Sohn» Bratislava mus für sein Fehlverhalten bestraft werden. Das Verdikt: Der slowakische Meister muss die nächsten beiden Heimspiele gegen Beskitas und Wolverhampton vor leeren Rängen austragen. Zwei klassische Geisterspiele. Zumeist eine sehr triste Angelegenheit für alle Beteiligten.

«Mutter» Uefa hat dabei aber nicht mit der Schlitzohrigkeit von Bratislava gerechnet. Die Slowaken rebellieren. Und siehe da, sie finden ein Schlupfloch. Gemäss den Strafauflagen der Uefa gilts das Zuschauerverbot nämlich nur für zahlende Zuschauer ab 14 Jahren. Was tut man also? Die Tickets werden kostenlos an Kinder unter 14 Verteilt Jahren. Bratislava feiert sich für seine Kreativität, die Uefa guckt in die Röhre. Dem Verband sind die Hände gebunden.

Gästefans sind die Leidtragenden

Vor zwei Monaten macht Bratislava gegen Beskitas vom Schlupfloch zum ersten Mal Gebrauch. Der Klub verschenkt rund 6000 Tickets and Kinder und umgeht somit die Geisterspiel-Atmosphäre. Gegen Wolverhampton haben es die Slowaken nun schon wieder getan – jedoch in einem weitaus grösseren und erfolgreicheren Stil. Rund 21'000 Kids strömen am Donnerstagabend ins Stadion und verwandeln die Spielstätte in ein Tollhaus.

Ganz zum Leidtragen der Gästefans. Den englischen Fans werden nur rund 200 Tickets zur Verfügung gestellt, für die sie auch noch den normalen Preis bezahlen müssen.

Kleiner Wermutstropfen: Wolverhampton lässt sich von der «Bubi» -Kulisse in Bratislava nicht beirren und gewinnt das Spiel mit 2: 1. (jk)


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